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Journal für zukünftige Eheleute

Bevor ihr Ja sagt,
redet darüber.

Wem gehört die Wohnung, wenn wir beide einziehen?

Hier sammle ich die Fragen, die mir Paare im Erstgespräch stellen – und meine Antworten darauf. Kein Fachjargon, sondern das, was ihr wirklich besprechen solltet, bevor der Standesbeamte fragt.

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Hier ergänze ich laufend neue Beiträge.

Ihr plant die Hochzeit. Aber plant Ihr auch Eure Ehe?
ARTIKEL 127.09.2026

Ihr plant die Hochzeit. Aber plant Ihr auch Eure Ehe?

Location, Fotograf, Menü, Gästeliste, Musik, Blumen, Einladungskarten – wenn Ihr heiratet, gibt es plötzlich unendlich viele Dinge zu organisieren. Und das ist auch gut so. Aber eine Frage wird dabei erstaunlich häufig vergessen: Wie wollt Ihr eigentlich miteinander verheiratet sein? Denn der Hochzeitstag ist ein Ereignis. Die Ehe ist ein gemeinsames Projekt für viele Jahre. Gerade wenn Ihr beide beruflich erfolgreich seid, Vermögen aufbaut, vielleicht ein Unternehmen führt oder eine Familie gründen möchtet, lohnt sich deshalb ein Blick hinter die Kulissen der romantischen Hochzeit. Wie wollt Ihr mit Eurem Geld umgehen? Was passiert mit Eurem Vermögen? Wie stellt Ihr Euch Kinder und Karriere vor? Wer übernimmt welche Verantwortung? Wie wollt Ihr Euch gegenseitig absichern? Was ist Euch im Leben wirklich wichtig? Und welche rechtlichen Regelungen passen zu Eurer persönlichen Situation? Das klingt zunächst weniger romantisch als ein Hochzeitstanz. Ich sehe es anders. Wenn zwei Menschen ihr Leben bewusst miteinander gestalten, ist genau das ein Ausdruck von Liebe. Eheplanung bedeutet nicht, eine Trennung einzuplanen. Eheplanung bedeutet, die gemeinsame Zukunft nicht dem Zufall zu überlassen. Ihr plant Euer Business. Ihr plant Eure Finanzen. Ihr plant Reisen, Immobilien und berufliche Ziele. Warum sollte ausgerechnet Eure Ehe ungeplant bleiben? Romantik und Sicherheit schließen sich nicht aus. Sie können sich gegenseitig verstärken.

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Für Paare, die schon viel erreicht haben
ARTIKEL 228.09.2026

Für Paare, die schon viel erreicht haben

Vielleicht gehört Ihr zu den Paaren, die nicht einfach nur davon reden, etwas aufzubauen. Ihr macht es. Ihr habt Euch beruflich etwas erarbeitet. Ihr verdient gutes Geld. Ihr habt vielleicht bereits Eigentum, Rücklagen, Investments oder ein Unternehmen. Ihr habt Ziele und seid es gewohnt, Entscheidungen zu treffen. Dann sollte Eure Eheplanung zu Eurem Leben passen. Denn je mehr Ihr gemeinsam aufbaut, desto wichtiger wird die Frage: Wie wollen wir mit dem umgehen, was wir aufgebaut haben? Dabei geht es nicht darum, jede romantische Situation in eine Excel-Tabelle zu verwandeln. Es geht um Klarheit. Ein leistungsstarkes Paar muss nicht alles gleich machen. Es muss verstehen, wo die Unterschiede liegen und welche gemeinsamen Entscheidungen daraus entstehen. Vielleicht bringt einer von Euch deutlich mehr Vermögen mit. Vielleicht gibt es eine Unternehmensbeteiligung. Vielleicht wird eine Praxis, Kanzlei oder Firma innerhalb der Familie weitergegeben. Vielleicht ist einer von Euch international tätig. Vielleicht wollt Ihr Kinder und gleichzeitig beide beruflich ambitioniert bleiben. Vielleicht habt Ihr ganz unterschiedliche Vorstellungen davon, was finanzielle Freiheit bedeutet. Genau hier beginnt professionelle Eheplanung. Nicht bei der Frage: „Was könnte schiefgehen?“ Sondern bei: „Was wollen wir gemeinsam ermöglichen – und was müssen wir dafür heute klären?“ Das ist Eheplanung für Menschen, die ihr Leben nicht einfach passieren lassen wollen.

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Ein Ehevertrag ist kein Misstrauensvotum
ARTIKEL 329.09.2026

Ein Ehevertrag ist kein Misstrauensvotum

„Wir brauchen keinen Ehevertrag. Wir lieben uns.“ Diesen Satz höre ich häufig. Und ich verstehe ihn. Denn wenn Ihr Euch gerade verlobt habt, fühlt sich die Vorstellung einer möglichen Trennung völlig falsch an. Aber vielleicht hilft ein anderer Blickwinkel: Ein Ehevertrag muss nicht Ausdruck von Misstrauen sein. Er kann Ausdruck von Verantwortung sein. Ihr entscheidet schließlich auch nicht deshalb über Eure Versicherungen, weil Ihr davon ausgeht, dass etwas passieren wird. Ihr schließt sie ab, weil Ihr vorbereitet sein wollt. Beim Ehevertrag geht es zunächst darum, Eure persönliche Situation zu verstehen. Welche Vermögenswerte bringt Ihr mit? Welche Entwicklungen sind absehbar? Was passiert, wenn einer beruflich kürzertritt? Was verändert sich durch Kinder? Gibt es Unternehmen, Immobilien oder erwartete Vermögensübertragungen? Welche Vorstellungen habt Ihr von Fairness? Und welche Regelungen sind für Eure Situation überhaupt sinnvoll? Wichtig ist dabei: Eheplanung ersetzt keine individuelle Rechtsberatung. Aber bevor Ihr zum Anwalt oder Notar geht, könnt Ihr als Paar bereits sehr viel klären. Denn ein juristischer Vertrag kann nur das sauber abbilden, was Ihr vorher überhaupt miteinander besprochen habt. Deshalb sehe ich meine Aufgabe nicht darin, Euch zu sagen, welchen Vertrag Ihr unterschreiben sollt. Meine Aufgabe ist es, Euch zu helfen, die richtigen Fragen zu stellen. Damit Ihr anschließend informierter entscheiden könnt.

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Geld ist selten nur Geld
Artikel 401.10.2026

Geld ist selten nur Geld

„Wir streiten eigentlich gar nicht über Geld.“ Und trotzdem kann Geld in einer Partnerschaft erstaunlich viele Konflikte auslösen. Denn hinter Geld stehen häufig ganz andere Themen: Freiheit. Sicherheit. Anerkennung. Kontrolle. Großzügigkeit. Unabhängigkeit. Familie. Status. Zukunft. Der eine denkt vielleicht: „Wir verdienen genug – wir können uns das leisten.“ Der andere denkt: „Wir verdienen genug – gerade deshalb sollten wir mehr zurücklegen.“ Beide können vernünftig sein. Nur eben auf unterschiedliche Weise. Deshalb beginnt gute Finanzplanung für Paare nicht mit der Frage: „Wer hat recht?“ Sondern mit: „Was bedeutet Geld für jeden von uns?“ Erst wenn Ihr diese Ebene verstanden habt, könnt Ihr sinnvoll über Kontenmodelle, Sparziele, Investitionen, größere Anschaffungen oder finanzielle Verantwortlichkeiten sprechen. Gerade für erfolgreiche Paare ist das wichtig. Denn mehr Einkommen löst unterschiedliche Geldvorstellungen nicht automatisch. Es kann sie sogar größer machen. Eheplanung bedeutet deshalb auch: Eure finanzielle Sprache kennenlernen.

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Die Karrierefrage, bevor Kinder kommen
Artikel 502.10.2026

Die Karrierefrage, bevor Kinder kommen

„Das entscheiden wir, wenn es soweit ist.“ Bei vielen Fragen funktioniert dieser Satz erstaunlich gut. Bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie kann er allerdings teuer werden. Denn sobald ein Kind da ist, verändern sich plötzlich Zeit, Energie, Schlaf, Betreuung, Einkommen und berufliche Möglichkeiten. Dann wird aus einer theoretischen Frage eine tägliche Realität. Deshalb lohnt sich das Gespräch vorher. Nicht mit einem perfekten Familienplan. Sondern mit ehrlichen Fragen: Wie wichtig ist uns die berufliche Entwicklung von uns beiden? Wer könnte Elternzeit übernehmen? Wie wollen wir Betreuung organisieren? Was passiert, wenn einer beruflich zurücksteckt? Wie gehen wir mit einem Einkommensunterschied um? Wie schützen wir denjenigen, der beruflich kürzertritt? Welche beruflichen Ziele sollen trotz Familie möglich bleiben? Und vor allem: Was bedeutet für uns eigentlich eine faire Aufteilung? Eine faire Lösung muss nicht bedeuten, dass beide exakt dasselbe tun. Fairness bedeutet vielmehr, dass beide die Auswirkungen gemeinsamer Entscheidungen sehen. Denn wenn einer wegen der Familie beruflich zurücksteckt, betrifft diese Entscheidung nicht nur diese Person. Sie betrifft das gemeinsame Lebensprojekt. Darüber zu sprechen, bevor die Situation da ist, ist keine Schwarzmalerei. Es ist Teamarbeit.

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Ihr seid ein Power Couple – aber seid Ihr auch ein Team?
Artikel 603.10.2026

Ihr seid ein Power Couple – aber seid Ihr auch ein Team?

Zwei starke Persönlichkeiten können gemeinsam unglaublich viel erreichen. Aber genau darin liegt manchmal auch eine Herausforderung. Wenn beide gewohnt sind, Verantwortung zu übernehmen, Entscheidungen zu treffen und beruflich erfolgreich zu sein, kann aus „Wir schaffen das“ irgendwann ein stilles Wettrennen werden. Wer arbeitet mehr? Wer verdient mehr? Wer übernimmt mehr? Wer steckt beruflich zurück? Wer entscheidet? Wer organisiert? Und wer kümmert sich eigentlich um das, was niemand auf dem Radar hat? Ein starkes Paar braucht deshalb nicht weniger Individualität. Es braucht mehr gemeinsame Klarheit. Ihr müsst nicht dieselben Ziele haben. Aber Ihr solltet wissen, wo Ihr gemeinsam hinwollt. Denn ein Power Couple ist nicht einfach ein Paar aus zwei erfolgreichen Menschen. Ein Power Couple entsteht dort, wo zwei Menschen ihre individuellen Stärken zu einem gemeinsamen Lebensentwurf verbinden. Genau diese Perspektive möchte ich mit Euch entwickeln. Nicht: „Wer muss sich anpassen?“ Sondern: „Wie können wir beide erfolgreich sein – ohne dass unser gemeinsames Leben dabei verliert?“

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